Mühlenexkursion am 29.05.2011

Was ist bekanntlich sehr wichtig für Aktivitäten im Freien, richtig das Wetter sollte gut sein. Naja und das war sogar sehr gut einschließlich Wind. Was zusätzlich der Dorfgemeinschaft von Heinz Drost und Holger Krahe geboten wurde, war sehr beeindruckend und wirklich toll. Vielen Dank an alle, die Wissenswertes über die einzelnen Mühlen und deren Aufgaben sowie den heutigen Konzepten um die Mühlen herum erzählt haben.
Sicherlich kann dieser Artikel nicht ansatzweise alles wiedergeben, aber ich versuche einfach mal ein kleines Resümee zu ziehen.

Accumer MühleDie Ankunft in Accum wurde  mit drehenden Flügeln schon sehr nett inszeniert, der Wind hatte eine gute Stärke, aber er war nicht störend bei den anschließenden Führungen. Heinz Drost begrüßte alle Anwesenden, teilte nochmals kurz den Tagesablauf mit und trennte den Tross in zwei Gruppen auf. Dann ging es unter der Führung von Heinz und Holger aufs Gelände. Es wurde die Mühlenscheune, das Backhaus und natürlich die Mühle gezeigt. Ein Gang auf die Galerie durfte nicht fehlen genauso wie der Tee, der im Anschluss in der Scheune gereicht wurde.

Auch die Ankunft in der Oberahmer Peldemühle  in Neustadtgödens wurde mit drehenden Flügeln begleitet.Oberahmer Peldemühle Die Besonderheit dieser Mühle in unserer Exkursion war die doppelte Windrose des Baudenkmals. Alle Achtung was schon an Arbeit und Geld in den zweistöckigen Galerieholländer investiert wurde und noch werden muss. Das sogenannte “I”-Tüpfelchen war für uns Besucher in der Kappe zu erleben – wer kann schon sagen, dass er mit einer Kurbel die riesige Kappe mit Muskelkraft aus dem Wind gedreht hat und anschließend die Arbeit der doppelten Windrose erleben durfte. Alles mit super Aussicht inklusive.
Kleine Anekdote: Warum hier eine Katze den Bremsbalken ziert, statt wie später bei uns ein Fuchs, können Sie hier auf den Seiten der “Friesischen Mühlenstraße” nachlesen.

WasserschöpfmühleWeiter ging es mit der Besichtigung des wohl am baulich ähnlichsten Bauwerk in Bezug auf unserer zerlegten Mühle, die Wedelfelder Wasserschöpfmühle ebenfalls in Neustadtgödens. Hier konnten alle Teilnehmer die Dimensionen einer Erdholländermühle selbst erleben. Die Mühle hat hier nur eine anderen Aufgabe: das Wasser 0,7m hoch befördern. Wer hier ein Mahlstein sucht wird zwei archimedische Schrauben aus Holz finden, die eine Fördermenge von ca. 20m³/min haben. Reichlich viel Wasser wird da bewegt, allerdings nur noch zur Demonstration.

Der nächste Punkt der Exkursion war eine der höchsten Mühlen überhaupt, dieVareler Mühle  fünfstöckige Vareler Galerieholländerwindmühle. Auch hier wurde die Geschichte an die Besucher vermittelt und das Museumkonzept, welches um die Mühle gestrickt wurde, erläutert. Hier gab es soviel zu sehen, das man es einfach selbst gesehen haben muss. Wir haben versucht, uns beim Besuch auf den Mühlenaspekt zu beschränken, welches dem Einen oder Anderen sicher schwer gefallen ist. Auch hier war der Höhepunkt der Aufstieg in die 30m hohe Kappe bzw. der Rundgang auf der Galerie. Da auch an dieser Mühle Reparaturen durchgeführt wurden, war der Blick in die Umgebung in der Kappe möglich und ist einfach nicht zu beschreiben. Einfach Toll!

Ruttler MühleDie letzte Mühle, die besichtigt wurde, war die Mühle in Ruttel-Neuenburg. Wer hier mal mit dem Fahrrad oder einfach nur so eine Pause machen will, ist hier gut aufgehoben, Kuchen satt, von der Auswahl nicht zu reden: es gab so viele Geschmacksrichtungen, dass die nette Bedienung einen Zettel brauchte um alles vorzutragen. Tee & Kaffee ist selbstverständlich. Warum waren wir hier, achso ja, da war ja noch die Mühle, leider kam es mir so vor als hätten die vielen Kuchenstücke in den Bäuchen die Aufmerksamkeit und Aufnahme von Informationen etwas reduziert, es kann aber auch sein, das es Kuchen,Tee & Kaffee...ein langer Tag bis dahin war. Das Konzept dieser Mühle ist  nicht beschränkt auf die Produktion von Mehl (für die vielen Kuchen), sondern auch auf Futtermittel und nicht zu vergessen den Betrieb der Gattersäge. Hier kam es nochmal zu ganz anderen Fragen, die aber auch wie bei den anderen Müllern sehr fachkundig beantwortet wurden. Ein Gang auf die Galerie und das Drehen der Jalousie-Flügel rundete die Führung ab.

Ein gelungener Tag neigte sich dem Ende zu… mit der Heimfahrt.

Gruppenbild Exkursion Gruppenfoto mit allen Beteiligten

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